Hofturnier

Liebe Reiterfreunde*innen!
Gemeinsam haben wir am 13. Januar 2018 ein schönes Hofturnier hier in Capellen erlebt. Die vielen positiven Rückmeldungen sind uns Ansporn, auch in Zukunft so zu planen.
Anjas Foto – Shooting ist jetzt ONLINE unter diesem Link sind die Bilder zu sehen. Einzelne Seiten, zur Erinnerung an diesen Nachmittag erwünscht? Überlassen wir Euch gern als PDF Datei für die ganz persönlichen Fotodrucke. Also meldet Euch, wir freuen uns über jede Nachricht mit näheren Angaben zum aktuell gewünschten Auszug aus dem Foto Album!

Integration im Aktivstall

ARGUMENT

Integration von Pferden in den Herdenverband. Wie geht das in der Praxis?

INTERPRETATION & LÖSUNG

Die oft gestellte Frage an mich von Interessenten für den Aktivstall lautet:

Integration ‚neuer‘ Pferde in den Aktivstall: Wie macht IHR das & wie lange dauert ‚ES‘?

Sicher hat jeder Pferdebetrieb, bei dem die Tiere in Gruppen stehen, seine eigenen Erfahrungen bzw. Konzept zu diesem Thema. Ich möchte im folgenden daher meine Schlussfolgerungen mitteilen:

Die Art und Weise wie ich Pferde integriere, hängt direkt mit der Gruppengröße, aber auch mit meinen über viele Jahre gesammelten Erfahrungen in der Pferdehaltung zusammen. Auch VOR der Aktivstallzeit war es immer mal wieder notwendig, ein neues Pferd in eine bestehende Herde auf der Wiese zu integrieren.

Integrationsschritte lassen sich wie folgt gliedern:

  1. Kennenlernphase in der ‚Integrationsbox‘ – angegliedert an den Aktivstall
  2. Langsames an die Herde gewöhnen – Pferd in die Herde stellen und regelmäßig beobachten
  3. Ausgrenzung durch den Herdenverband!?
  4. Langsame Annäherung des ‚Neuankömmlings‘ bei gleichzeitiger Umstellung der Ränge innerhalb der Herde
  5. Akzeptanz des Neulings

Integrationsbox: 

Das bei uns neu angekommene Pferd wird zunächst in die Integrationsbox gestellt. Dort können erste Kontakte geknüpft werden. Die Pferde können den Neuling beschnuppern, gleichzeitig hat das neue Pferd die Möglichkeit sich zurück zu ziehen. Am Anfang herrscht größte Aufregung, dass“ Neue“ wird angefeindet, die Chefs der Herde machen ihre Position klar. In der Regel lasse ich neue Pferde ein paar Tage bis eine Woche in der Integrationsbox.

Halle & Wiese:

Ich stelle fast alle Pferde aus dem Bereich des Aktivstalles in die Halle oder auf die Wiese. Zwei freundlich gestimmte, sehr verträgliche Pferde bleiben im Aktivstall. Nun kommt auch das neue Pferd in den Aktivstallbereich. Es kann das Gelände erkunden, ist aber nicht allein. Ich führe es mehrmals durch die FUTTERSTATION, somit kann es in Ruhe das neue Terrain kennenlernen.

Futterstation:

Pferde brauchen unterschiedlich lange, um die Futterstation zu begreifen, Futter abzurufen und anschließend die Station wieder zu verlassen.

Einige brauchen 3 Stunden, andere 4 Wochen. Das Pferd wird mehrmals täglich von mir in die Futterstation geführt. Das wiederholt sich so lange, bis der Neuankömmling selbstständig handelt (Kraftfutter abruft).

Nach ca. 3 Stunden stelle ich alle Pferde wieder in die ursprünglichen Bereiche.

Eingliederung „step by step“:

In den nächsten Tagen wiederhole ich das Ganze, und stelle dann immer wieder 2 Pferde zusätzliche dazu, bis die Herde schließlich wieder komplett ist.

Bei jedem Schritt beobachte ich das Verhalten im Herdenverbund genau, um notfalls eingreifen zu können.

Diese Methode der Integration ist zwar sehr aufwendig, aber meiner Erfahrung nach für das neue Pferd stressfreier & insgesamt erfolgswirksamer. Würde ich das neue Pferd direkt in die Herde stellen, ist die Gefahr groß, dass der Neuling von der gesamten Herde gejagt wird, sich eventuelle in Panik verletzt. Dies zumindest lehren mich meine Erfahrungen mit „Wiesenpferden“ – Jahre zurück erlebt.

Rangordnung in der Herde:

Meist stellt das neue Pferd die Rangordnung der Herde in Frage. Auch wenn es nicht den Rang des Leittieres anstrebt, kämpfen auch rangniedere Pferde um ihre Position. Das führt dazu, dass es zunächst ausgegrenzt wird. Die bestehende Gruppe schließt sich enger zusammen und das neue Pferd muss ein paar Meter im Abseits stehen. Wann immer es versucht, näher zu kommen, wird es fortgetrieben. Alle Pferde sind unruhiger. Der Neuling wirkt in seiner Körpersprache unglücklich und orientierungslos – eben ausgegrenzt.

Diese Phase kann zwischen 2 Tagen und 2 Wochen dauern. Je nach Selbstbewusstsein und Charakter des Neulings.

Eingliederung geglückt:

Nach und nach findet das Neue Pferd seinen Platz. Es gewöhnt sich an die Abläufe im Aktivstall. Das Gesicht des Pferdes drückt mehr Zufriedenheit aus. Sympathien zu anderen Pferden zeigen sich. Vielleicht findet es einen besten Freund*In. In der Herde kehrt wieder Ruhe ein. Die Akzeptanz ist geglückt. ‚Alle sind zufrieden und wirken relaxed‘ – das Ziel Eingliederung wurde erreicht!

Bis Pferde sich komplett in ihrem neuen Umfeld wohlfühlen dauert es unter Umständen bis zu 4 Wochen.

Box, Aktiv- oder Offenstall:

Bis ein Pferd in seinem neuen Umfeld vollständig Zuhause ist, dauert es mindestens ½ Jahr! Gleichgültig ob das ein Aktiv-, Offenstall oder eine herkömmliche Pferdebox ist!

Pferde – wie auch die meisten Menschen – mögen bekannte Abläufe oder Routinen. Der Umzug in einen anderen Stall ist für das Pferd ein Einschnitt, der im Sinne des Pferdes VORHER wohlüberlegt sein sollte.

Immer auch möglich, dass eine Integration NICHT gelingt. Häufig oder meist in Fällen eines aggressiven Tieres. Oder charakterschwach, wenig selbstbewusst ist, so dass es leicht von den Herdenmitgliedern gemobbt werden kann. In all diesen Fällen lautet meine Empfehlung die Integration nicht fortzusetzen und nach einer anderen Lösung zu suchen.

Licht und Luft

Argument:

Ich habe Angst, dass sich mein Pferd erkältet. Das kann ja auch bei Regen ins Freie und wird folglich nass“.

Interpretation und Lösung:

Wir Pferdehalter sind Menschen: also denken, empfinden und handeln wir menschlich. Bei Regen, Sturm und Kälte halten wir uns vorzugshalber in beheizten, geschlossenen Räumen auf.

Das spiegelt unser Verhalten gegenüber Pferden wieder: Bei widrigem Wetter kommt das Pferd in den Stall, Fenster und Türen werden fest verrammelt. Nun haben wir das Gefühl genau das Richtige für unser Pferd getan zu haben, somit Schutz zu bieten und Atemwegserkrankungen vorzubeugen.

Nur schwer vorstellbar, dass dieses Verhalten genau das Gegenteil beim Tier bewirkt.

Folgen wir Monika Krämer, aus ihrem Buch: SIEGE WERDEN IM STALL ERRUNGEN:

Dicke Luft macht Pferde krank: „Leider nehmen nur wenige Pferdehalter die Möglichkeit in Anspruch, das Stallklima objektiv erfassen zu lassen“ bedauert Dr. Wilfried Bellinghausen und fügt hinzu: „Vielleicht haben sie Angst vor objektiven Zahlen.“

Ein Verdacht, den Dr. Düe teilt: „ Zwischen 60-70 % aller Pferde in Ställen leiden unter Atemwegsproblemen bis zu chronischen Husten.“

„Prima Klima hier draußen“

Mit unserem menschlichen Kälte-/Wärme-/Nässeempfinden liegen wir also bei der Kreatur gründlich daneben! Die Gefahr, dass wir den Pferden durch das „wegschließen“ bei schlechtem Wetter gesundheitlichen Schaden zufügen ist demnach sehr groß.

Weiterer Vermerk aus SIEGE WERDEN IM STALL ERRUNGEN:

Alltag in der Steppe: Tagsüber brennt die Sonne, nachts kühlt der Boden zu einer Gefriertruhe ab, Wind zerzaust Mähnen und Schweife, Regen durchnässt das Fell.

Temperatursprünge von bis zu 60 Grad im Laufe eines Tages sind möglich“.

Die Kreatur Pferd kommt mit unserem Klima in Nordeuropa prima klar. Ein Beispiel von vielen sind die Dülmener Wildpferde – die ja keine echten Wildpferde sind, sondern verwilderte Hauspferde.

Die Voraussetzung ist, dass Pferde die Chance bekommen, die Klimatoleranzen regelmäßig zu spüren, ja zu trainieren – als ehemalige Steppenbewohner haben sie diese Voraussetzungen ja in ihren Genen!

Sowohl im Aktivstall, als auch im Paddockboxenstall haben unsere Pferde die Wahl, ob sie sich bei widrigen Witterungsverhältnissen draußen oder unter Dach aufhalten. Im Aktivstall wählen sie meistens die ‚draußen‘ Variante.

Auch die Pferde in Paddockboxen stehen bei Regen immer mal wieder an der frischen Luft – draußen eben. Und das obwohl im Stall das Heu lockt! Instinktiv entscheiden sich die Tiere für Luft und Licht.

Mehr Sauerstoff um genügend Treibstoff für die Muskeln zu haben ist also fast schon lebenswichtig.


AUS SIEGE WERDEN IM STALL ERRUNGEN lesen wir weiter:

… will die Muskeln des Pferdes proportional zur menschlichen Muskulatur bei gleicher Leistung mehr Sauerstoff verpulvern. Um Sauerstoffmoleküle in Zellen transportieren zu können, muss jedoch der Hämoglobingehalt des Blutes hoch genug sein. Bei Wohnzimmertemperaturen, Kunstlicht und Schadstoffbelastung werden weniger rote Blutkörperchen gebildet; dagegen kurbeln wechselnde Temperaturreize ihre Produktion gewaltig an“.

Mehr Licht, für lebenswichtige Funktionen des Körpers!

Pferde brauchen genügend Licht u.a. für den Muskelstoffwechsel, den Hormonhaushalt, für stabile Knochen und psychische Ausgeglichenheit. Der Wohlfühl- und Gesundheitsfaktor Licht ist nicht hoch genug zu bewerten und ähnlich Trainingsrelevant wie ausreichend Sauerstoff.

Geht es uns Menschen nicht genau so? Wir meinen JA, denn zahllose Publikationen und wissenschaftliche Untersuchungen geben eindeutige Hinweise.

Danke für’s raus stellen. Küsschen für den Nachbarn.

Der erste Schnee

Spielen….

Heuraufe befüllen

Futter stibitzt!

Lecker, neues Heu!

Freispringen

Am 18.11.2017 hatten wir unsere „Freispring-Premiere“.

 

Um im Winter etwas Abwechslung zu bieten, haben wir uns überlegt das Freispringen mit in unserem Trainingsangebot aufzunehmen.

Viele Einsteller haben dies gerne angenommen.

Unter der Leitung von Vanessa Scholz wurden 5 Hindernisse (Sprünge und Cavalettis) aufgebaut.

 

 

Am 09.12.2017 ab 9:30Uhr findet das Freispringen das nächste mal statt. 

Externe Reiter sind Herzlich Willkommen!

Die Teilnahmegebühr beträgt für externe Reiter/Pferd 5€ und für interne Reiter/Pferd 3€.

Bei Interesse bitten wir um eine Anmeldung unter der Nummer: 0162/6207495 oder per Email: Annette@pferdepensionboerger.de

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

AKTIVSTALL – WARUM ?

PENSIONSPFERDEHALTUNG IM AKTIVSTALL – WARUM ?

Argument:

Die Verletzungsgefahr in der Herde ist zu groß. Daher ist es sicherer die Pferde einzeln zu halten.

Interpretation und Lösung:

Jeder Pferdehalter*in kennt das, hat schon mal davon gehört, oder es selbst so oder ähnlich erlebt:

Das Pferd wird aus der Box auf die Wiese-/Paddock geführt. Es galoppiert voller Lebensfreude los, dreht noch eine Ehrenrunde mit abruptem Stopp – steht auf 3 Beinen.

Es gibt Reiter die es für gefährlich halten einem Pferd freie Bewegung zu ermöglichen.

Ursache ist jedoch NICHT die freie Bewegung, sondern das gegebene, stundenlange Stehen in der Box. Der natürliche Bewegungsdrang wird unterdrückt. Aufgestaute Energie das Resultat.

Um einen gefahrlosen Wiesen – / Paddock Gang zu ermöglichen sollte das Pferd vorher 20 Minuten im Schritt geführt werden, um Sehnen und Gelenke „aufzuwärmen“ . Wie es vor dem Reiten selbstverständlich ist. Gilt übrigens auch für Sportler.

Leider fehlt es uns oft an Zeit für die Aufwärmphase.

Auch im Aktivstall galoppieren Pferde manchmal voller Lebensfreude! Jedoch bedeutet kontinuierliche Bewegung im Aktivstall eine ,um ein vielfaches geringere Verletzungsgefahr.

Argument:

Die folgende Situation ist Pferdehaltern auch bestens bekannt:

Mehrere Pferde werden auf eine Koppel oder ein Paddock geführt. Voller Lebensfreude galoppieren sie buckelnd los. Möglicherweise wird ein Pferd dabei getroffen und muss danach wegen einer akuten Fraktur eingeschläfert werden.

Oder:

Abends werden mehrere Pferde die in einer Gruppe stehen in den Stall geholt . Dabei wird entdeckt, dass ein Pferd eine schlimme Verletzung hat.

Es gibt also Pferdebesitzer, die sehen es für gefährlich an, Pferde in eine Herde zu stellen.

Interpretation und Lösung:

Das trifft sicher zu, wenn man bestimmte Grundsätze nicht beachtet oder einhält:

Integration in unserem Aktivstall findet wie folgt statt:

  • Wir fragen Besitzer*in, ob das Pferd Auslauf (Haltung) in der Herde kennt?
  • Wenn ja, wie es sich dabei bisher verhalten hat?
  • Welches Geschlecht, Alter, Rang hat das Pferd?
  • Gibt es sonstige Auffälligkeiten im Verhalten des Pferdes?

Kennt das Pferd bisher keinen Auslauf (Haltung) mit Artgenossen

bedarf es im Vorfeld der genauen Prüfung/Beobachtung, ob es integrierbar ist!?

Es gibt Pferde, die sind psychisch derart gestört, dass sie eine Gefahr für ihre

Artgenossen sind.

Argument:

Der sogenannte Pferde – Rentner, dem nach einem Leben in „Einzelboxhaft“ noch

ein paar gute Jahre „ gegönnt“ werden. Das heißt mindestens Offenstall und Wiese mit

ganztägiger Bewegung .

Wenn der Pferdebesitzer*in doch weiß, wie artgerechte Haltung aussieht,

warum ‚ gönnt er oder sie es dem Reitpferd nicht!? Das bringt uns direkt zurück zu

dem Konzept einer artgerechten Pferdehaltung .

Interpretation und Lösung:

  1. Neue Pferde werden zunächst in die Integrationsbox gestellt. Dort ist es möglich Kontakt aufzunehmen. Gleichzeitig kann DAS NEUE sich zurückziehen, wenn es möchte.

Das erste Mal im Aktivstall Gelände ist der Neuankömmling mit 2 freundlich gesinnten Artgenossen (Integrationshelfern) zusammen. Alle haben Gelegenheit das neue Gelände zu sondieren resp. kennenzulernen. Allzu verständlich ist, dass von Pferd zu Pferd unterschiedliche Gewöhnungszeiten zu beachten sind.

  1. Die Haltung einer Herde im Aktivstall unterscheidet sich durch viele Einzelheiten von der klassischen Box – Paddock-/ Wiese Haltung.

 

Zusätzlich ist zu vermerken:

  1. Pferde dürfen bei uns hinten keinen Eisenbeschlag tragen. Die Verletzungsgefahr durch Tritte ist mit Barhuf oder Kunststoffbeschlag um ein Vielfaches geringer!

Um Kunststoffbeschlag zu testen, tragen unsere Pferde seit 3 Jahren „Duplos“. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

  1. Unser Aktivstall – Gelände ist sorgfältigst geplant (durchdacht) und so auch realisiert. Ecken an Zäunen sind abgerundet , Wege sind breit genug, um sie gefahrlos zu passieren, große Flächen haben Baumstämme als Raumteiler – ja es gibt sogar eine Schleuse zum Pferde holen.

 

  1. Pferde brauchen genügend Platz um einander aus dem Weg gehen zu können. Diesen Platz finden sie in unserem Stall Konzept genügend.

 

  1. Sind Pferde gelangweilt? Das bedeutet Frust, wird gerne bei Artgenossen abreagiert, Beißen oder Schlagen sie die Folge. Auf dem Aktivstall Gelände gibt es unterschiedliche Bereiche um sich abwechselnd zu orientieren. Das Pferd hat Entscheidungsfreiheit! Das ist“ Freiraum“ auch im Kopf des Pferdes. Kann es Besseres geben?

 

  1. Im Mittelpunkt des Interesses: der Futterautomat – wird immer wieder aufgesucht, in der Hoffnung auf eine „Mahlzeit“. Die Baumstämme werden genussvoll angeknabbert. Am „Schubberbaum“ wird sich gekratzt. Im Sandhügel werden Löcher gebuddelt, ist aber auch ein idealer Wälzplatz. Die Heuraufe ist immer Anziehungspunkt. Die 2 Liegehallen mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit werden oft aufgesucht. Dienen auch als Schlafplatz, als Wind ,- und Wetterschutz oder Schutz vor Insekten . Die beheizte Tränke bietet Wasser zu jeder Zeit. Neugier der Pferde wird gestillt in dem das Geschehen in unserer Reithalle genauestens beäugt wird. Sehr oft sehen wir, dass die Pferde – Fellpflege unter Gleichgesinnten ganz wichtiger Bestandteil des Tagesgeschehens ist.

  1. Ganz wichtig ist die Bodenbeschaffenheit. Denn Pferde sollten nicht im Matsch stehen. Und das passiert bei den nordeuropäischen Witterungsverhältnissen ja sehr häufig. Im Allgemeinen ist der Wechsel zwischen harten und weichen Böden gut für die Hufgesundheit (nicht zu übersehender Vorteil!). Auch Bänder und Sehnen werden dabei trainiert.

Ein rutschfester Boden ist von Bedeutung. Wir haben den Boden im Aktivstall mit Schotter/Siebsand aufgefüllt. Einen Großteil zusätzlich Paddockmatten befestigt . Rund um Raufe und Futterautomat befinden sich Beton Flächen. Über alle Flächen haben wir als oberste Schicht – eine unterschiedlich hohe (dicke) Sandlage aufgebracht. Das sorgt für sicheren Halt beim Pferdegang.

 

  1. Geneidet wird auch bei Pferden – es kommt zu Futterneid. Passiert meistens und sehr oft. Als Gegenmittel bietet unsere Heuraufe Abwechslung. Sie kann permanent aufgesucht werden. Meist dauert es seine Zeit, bis die Pferde verstanden haben, dass sie immer zur Heuraufe gehen können. Heu also stets verfügbar ist. Somit entfällt dieser Neidfaktor. Im Kraftfutterautomaten bekommen die Pferde 10 Mahlzeiten pro Tag/Pferd. Abrufbar für jedes einzelne Pferd nach Zeitraster, ungestört von Artgenossen, vorher programmierbar.

  1. Die Herdengröße begrenzen wir auf maximal 15 Pferde. In größeren Herden wäre die Fluktuation das Problem. Ein sehr oft folgendes „Kommen & Gehen“ die Konsequenz. Dies würde den Gewöhnungsprozesse ungünstig gestalten. Im Endeffekt brächte es nur unnötige Unruhe in der Herde.

 

  1. Raufen sollten keine aufrecht stehenden Platzteiler (Hindernisse) haben. Wenn Pferde sich erschrecken und zurückspringen, könnten sie sich verletzen u/o Angst vor der Raufe bekommen. Für diese Sicherheit haben wir (vor-) gesorgt.

Wie auch im richtigen Leben gibt es keine absolute Sicherheit. Gilt ausdrücklich auch für unseren Pferde Aktivstall und die Haltung der Pferde. Wir sind aber absolut überzeugt, einen hohen Sicherheitsstandard für jedes einzustellende Pferd zu bieten. Das ist unzweifelhaft im vollen Interesse von Mensch und Tier! Besuchen Sie uns, erfahren Sie (noch) mehr erst recht in einem persönlichen Gespräch vor Ort.

Winterpaddock

Für unsere Boxenpferde:

das Winterpaddock ist fertig! Matsch frei!

 

 

 

Pensionspferdehaltung im Aktivstall – Warum?

 

Zur Zeit unserer Bauplanung für den Aktivstall bekamen wir meist den „fachmännischen“ Rat: Baut doch bevorzugt Paddockboxen! Denn die werden von Sportpferde Haltern gern gesucht.

Für uns war es immer wichtig, solange wir Pferde halten (und das seit nunmehr 40 Jahren!), dass unsere Pferde sommers wie winters täglich mehrstündigen Weidegang/Auslauf hatten. Unsere Landwirtschaft bot dafür immer genügend Fläche.

Bei den Planungen hinsichtlich der Erweiterung Pferdehaltung stellte sich uns daher die Frage, mit welcher Haltungsform die Grundbedürfnisse der Pferde am besten erfüllt werden könnten?

Denn eines ist klar: Um Pferde langfristig gesund und leistungsbereit zu halten, muss auf die Bedürfnisse einer artgerechten Haltung eingegangen werden. Diese persönlich gemachte Erfahrung wird gestützt durch zahlreiche wissenschaftlichen Studien. Ein Beispiel: Dr. Andreas Thelen, Uni Gießen: „Zusammenhang zwischen Haltungsform, Verhaltensstörungen und Erkrankungen bei Pferden unterschiedlicher Verwendungsrichtung“.

Je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigten, desto überzeugter waren wir, dass die Aktivstall Haltung Folgendes garantiert:

1. Dem Pferd eine artgerechte Lebensweise, daher gute Lebensqualität bietet.

2. Dem Besitzer die größtmögliche Chance auf ein gesundes, ausgeglichenes Pferd gibt.

3. Eine automatisierte Fütterungstechnik, die die Arbeit für den Stallbetreiber erleichtert und Kontrolle über Futtermengen sicherstellt.

Nach Umsetzung der Pläne ist der Aktivstall jetzt in Betrieb und überzeugt Pferdebesitzer bzw. Stallbetreiber mit seinen Vorteilen in der Tierhaltung Tag für Tag aufs Neue.

Trotz der nachweislichen Verbesserungen in puncto Pferde Gesundheit sind insbesondere Sportpferde Halter eher skeptisch eingestellt.

Hier einige Beispiele über Vorbehalte, Bemerkungen, Ängste und Fragen von Pferdehaltern:

1. Die Verletzungsgefahr ist in einer Herde groß. Daher ist es sicherer die Pferde einzeln zu halten.

2. Ich habe Angst, dass sich mein Pferd erkältet. Das kann ja auch bei Regen raus und wird folglich dann nass.

3. Mein Pferd eignet sich nicht für die Gruppenhaltung, weil……

4. Es ist unbequem das Pferd aus der Herde zu holen. Wenn es keine Lust hat, kann es ja weglaufen.

5. Was mache ich im Winter, wenn mein Pferd nach dem Reiten nass geschwitzt ist?

6. Wenn die Pferde sich draußen so viel bewegen, sind sie müde, insbesondere beim reiterlichen Einsatz. Ich habe ein Sportpferd. Das sollte schon leistungsbereit sein. Macht NICHTS, wenn es mal etwas grell ist.

7. Das Pferd kann sich ja dreckig machen. Und andere Pferde knabbern die Mähne an. Ich möchte mein Pferd lieber picobello sauber und gepflegt im Stall sehen.

8. Das Pferd wird zu dick/ zu dünn. Mein Pferd braucht eine ganz individuelle Fütterung.

9. Was geschieht , wenn mein Pferd von anderen bedrängt resp. gemobbt wird?

In regelmäßigen Abständen werde ich jeweils eins der Themen aufgreifen und näher, deutlicher behandeln. Freue mich schon jetzt auf einen beiderseitigen Dialog zu den dann spezifizierten Punkten.

Horsemanship-Info Veranstaltung

am 26.11. 2017, ab 10:00 h

Horsemanship ist eine Art der Körpersprache die dem Mensch hilft sich dem Pferd gegenüber

verständlich auszudrücken. Dabei wird das Pferd geschult, den Mensch respektvoll zu beachten und

sich dementsprechend zu verhalten, im Mensch also das „Leittier“ zu sehen.

Diverse Übungen von Mensch/Pferd haben den positiven Effekt der Vertrauensbildung und

Gymnastizierung (ein Begriff aus der Klassischen Reitkunst).

  

Die gezeigten Abbildungen zeigen Mensch und Pferd in entspannter Haltung als Folge einer

Vertrauensbildung erzielt im Horsemanship Kurs. Unsere Trainerin Daniela

(www.bluesky-horsemanship.de) steht Interessenten am 26.11. 2017, ab 14:00 h in unserer

Reitanlage für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Es besteht Gelegenheit einem laufenden Kurs

als Beobachter*in beizuwohnen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: Annette Börger,

Fon: 0162-6207495 /mail: annett.boerger@web.de